Seit einigen Jahren hält im Westen die Political Correctness Einzug. Bereits ist man, das zeigen mediale und juristische (Diffamations-)Kampagnen, schon so weit, dass alle Kritiker dieser geistigen Irrung zur Anpassung an die der Politische Korrektheit gezwungen werden. Dies mittels ideologisch motiviertem Missbrauch staatlicher Macht und Einrichtungen, dem Geld der zu Knechtenden und der Ignoranz oder Verniedlichung von Gewalt politischer Gleichgesinnter gegen Andersdenkende. Ein gefährlicher, inakzeptabler und zutiefst undemokratischer Weg

Der frühere sowjetische Regimekritiker Wladimir Bukowski hat die verhängnisvolle Herkunft dieser politischen Korrektheit eindrucksvoll beschrieben:

Die politische Mitte und der politische Konservatismus brechen derzeit überall zusammen. Trotz des Ausgangs des kalten Krieges verzeichnen wir seltsamerweise einen Linksrutsch statt einer Verschiebung nach rechts. Die Ideologie der Bolschewisten ist gescheitert, aber schon nimmt eine neue Art von Utopisten deren Platz ein, die politisch Korrekten. Sie übernehmen die Extremposition im politischen Spektrum, die bisher von den Bolschewisten besetzt war. Die politisch Korrekten gehen genau gleich vor wie früher die Kommunisten. Sie steuern die Linke Sozialisten und Sozialdemokraten und setzen so ihr Programm durch. Sie sind in der Tat eine grosse Bedrohung für unsere Demokratien und unsere Grundrechte. Unglücklicherweise besitzt unsere heutige Welt keine Kraft mehr. Als die Sowjetunion noch existierte, war die Bedrohung sichtbar. Und diese Bedrohung mobilisierte Widerstandskräfte in den westlichen Gesellschaften. Heute gibt es keinen Widerstand. Es ist fast wie bei Aids, wir haben kein Abwehrsystem mehr. Die Menschen sind apathisch. Sie haben alle Hoffnung aufgegeben und schauen solchen Eingriffen in ihre Grundrechte verzweifelt zu. Aber sie nehmen die «political correctness» nicht als eine schwere Bedrohung wahr. Es ist eine vordringliche Aufgabe, die «political correctness» als eine schwere Bedrohung unserer Freiheit zu entlarven und Kräfte dagegen zu mobilisieren

Political Correctness kann notwendig sein. Es braucht gewisse Mindeststandards bezüglich der gegenseitigen Umgangsformen. Schwierig wird Politische Correctness dort, wo sie die freie Meinungsäusserung einschränkt, ja zensiert, in dem Sinn, dass Themen, die nicht dem Mainstream unter der vorgegebenen Meinung entsprechen, tabuisiert, als unwahr oder als einseitige Stimmungsmache abgetan werden. Nicht selten kommt es dazu, dass eine offene Diskussion über abweichende Meinungen, d.h. inkorrekten Themenverunmöglicht werden sollen, indem deren Vertreter als im besten Fall undifferenziert Denkende oder als Angstmacher bezeichnet werden. Nicht selten werden solche Vertreter des freien Denkens und der freien, inkorrekten Meinungsäusserung als Extremisten oder Rassisten betitelt, womit oft eine Diskussion über die eigentlichen Probleme erschwert oder gar im Keim erstickt wird.

Oft werden Probleme in den Vordergrund gerückt, wie die korrekte Schreibweise bezüglich der Gender-Problematik oder die Vorzüge der Solarzelle, zum Teil auch Themen oder Schlagwörter, die bei vielen Menschen ein Gefühl diffuser Bedrohung auslösen, zum Beispiel das Wort (Neo)Nazi oder Kreuzzüge, in den Vordergrund gerückt werden, die wahren Probleme, wie etwa die Unterwanderung unserer westlichen, freiheitlichen Gesellschaft durch andere nicht integrierbare Wert- oder Normsysteme, die direkt auf die freiheitlichen, demokratischen Strukturen der Gesellschaft oder die erkämpften Menschenrechte einwirken, werden jedoch verharmlost oder erst gar nicht als Problem angesprochen, angesprochen und wenn, dann nur, um eigene Interessen zu wahren.

Inzwischen hat die politische Korrektheit teilweise ideologische Züge angenommen, die andere Meinungen nur noch sehr eingeschränkt oder gar nicht zulässt. Vertreter, die der politischen Korrektheit kritisch gegenüber stehen und versuchen, hinter die Maske der politischen Correctness zu schauen, werden in ihrer Meinungsfreiheit eingeschränkt, in ihrer beruflichen Karriere zurück gebunden, in den Medien bloss gestellt oder einseitig dargestellt oder in ihrem Privatleben bedroht, ausgegrenzt oder gemassregelt.

Oft erschwert oder verhindert politische Korrektheit Lösungen, und es wird mit Scheinargumenten taktiert oder aus machtpolitischen, taktischen Gründen die eigene Seite glorifiziert.

Die politische Korrektheit beschönigt die gesellschaftlichen Probleme und sucht die Fehler immer wieder bei der eigenen Kultur, der eigenen Religion, der eigenen Tradition und bezieht das Problem selten auf andere Kulturen, Religionen oder Traditionen. Sie werden als Bereicherung, als Chance, ja als Friedensbringer bezeichnet sei dies aus Gutmenschlichkeit, aus voraus eilendem Gehorsam oder aus einem naiven, fest gefahrenen und beschönigendem Weltbild heraus was nicht zuletzt zu einer Zersetzung der eigenen Tradition und Kultur führt.

Oft werden Dinge gleich gesetzt oder so weit angenähert, bis sie ihren bedrohlichen Differenzcharakter verloren haben. Dies geschieht insbesondere bei der Religion oder den gesellschaftlichen Strukturen.

Durch die Ansätze der politischen Korrektheit konnten Parallelgesellschaften entstehen, Weihnachtsfeiern in Schulen abgeschafft, andere Rechtssysteme befolgt oder Essensvorschriften der anderen Kultur eingeführt werden. Nicht selten führt die politische Korrektheit anti-israelische, zum Teil auch antisemitische Züge mit sich. Israel und die Juden werden einseitig verurteilt, die Palästinenser unterstützt und als Opfer des Aggressors Israel bezeichnet.

Im deutschsprachigen Raum Europas war und ist der von Stefan Herre gegründete Blog Politically Incorrect – PI NEWS nicht nur die erste massive Erfolgsgeschichte der Web 2.0 (social media) Generation in Europa, sonder auch ein einzigartiger Geniestreich und inzwischen nicht mehr wegzudenkendes Bollwerk gegen die Politische Korrektheit im Westen. Während dem Mohammed-Karikaturen-Krischen durch Enthüllungen kometenhaft an Aufmerksamkeit dazugewonnen, fand die Informationsplattform während der Vorzeit zur Minarett-Abstimmung in der Schweiz regelmässige Erwähnung.  In der Schweiz stehen die Weltwoche  sowie hin und wieder auch die Basler Zeitung (BaZ) als die bisher einzigen Medienhäuser der gefährlichen Ideologie der political correctness entgegen. NEOCON kann Ihnen alle drei Informationsplattformen als tägliche Lektüre sehr empfehlen.

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